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10. Februar 2012

Bildstock Apollinaris

Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten an den historischen Denkmälern am Kreuzungsbereich der Fraukircher Straße und Wankelburgsweg abgeschlossen

Nach der Einweihungsfeier am Freitag, den 13. April 2012
v. l. Toni Krämer aus der Nachbarschaft, Pfarrer Hans Rith, Bürgermeister Wilhelm Anheier, Geschäftsführer Wolfgang Horch, Filialleiterin der Kreissparkasse Manuela Klein, Geschäftsstellenleiter der VR Bank Rhein-Mosel Bernd Butter


Am 31. Januar 2012 hat der Vorstand des Plaidter Geschichtsvereins beschlossen, den "Apollinaris-Bildstock" zu erneuern und zugleich die beiden Wegekreuze instand zu setzen. Da der Bildstock aus verschiedensten Bims- und Ziegelsteinen bestand, kam ihm kein historischer Wert zu. Wir konnten ihn also abbauen. Die neue Andachtsstätte wurde aus Weiberner Tuffgestein geschlagen. In der Gestaltung haben wir uns an vorliegendem Bildmaterial orientiert. Der neue Bildstock richtet sich nach einer Variante aus den 1960er Jahren. Die erste Aufnahme aus dem Kreuzungsbereich - damals waren hier noch Felder - stammt aus den 1930er Jahren und das Ensemble stand noch eher ungeordnet.

Ab wann der heilige Apollinaris hier erstmals verehrt wurde, konnten wir bisher nicht ergründen. Es ist vorstellbar, dass mit der Verehrung des heiligen Apollinaris in Remagen, Ende des 14. Jahrhunderts, auch hier dieser Brauch aufgenommen wurde. Das nun rechts stehende Grabkreuz "Nürnberg" bekam einen Fuß, um ihm Halt zu geben und um es außerdem in voller Größe darstellen zu können. Ob es von Anfang an hier gestanden hat ist eher unwahrscheinlich. Es ist der Katharina Nürnberg gewidmet, die am 7. September 1829 geboren und am 28. April 1853 morgens um sieben Uhr in der Nette nahe der Burg Wernerseck tot aufgefunden wurde. Das linke Kreuz "Monreal" saß tief im Boden, sodass die eingemeißelte Schrift weitgehend verborgen war. Zudem war es gebrochen und nur provisorisch repariert.

Es ist ein typisches Kelchengelkreuz mit einer symbolisch angedeuteten Nische. Außerdem finden wir die Hausmarke der Familie Monreal. Das Kreuz wurde zum Tode von Gertrud Monreal, die 1684 verstarb, und deren Geburtsname nicht bekannt ist, von einem ihrer Söhne (Anton oder Paul) errichtet. Eingemeißelt ist allerdings die Zahl 1648. Unsere Familienforscher haben herausgefunden, dass dem Steinmetzen ein Zahlendreher unterlaufen ist. Der ehemals gepflanzte Baum musste leider gefällt werden, weil sein Wurzelwerk zu erheblichen Verwerfungen führte. Die Grenzmauer haben wir instand gesetzt, verputzt und gestrichen. Der Schilderwald wurde entfernt. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Kreissparkasse und der VR Bank Rhein-Mosel und Materialspenden der Firmen Engels und Blum ist es uns etwas leichter gefallen das Projekt umzusetzen.

Nicht zu vergessen die Männer vom Bauhof der Gemeinde, die uns einmal mehr hilfreich zur Hand gingen. Berni Cornet ließ es sich nicht nehmen das Plexiglasfenster anzubringen, damit die Figur des hl. Apollinaris, die Toni Krämer vor einer Zeit hat anfertigen lassen, gut geschützt ist. Letztlich ist auch Walter Mürtz zu danken, der zugelassen hat, die Gruppe auf seinem Grundstück wieder zu errichten.

Am Freitag, den 13. April haben wir die Gruppe nach einer kleinen Einweihungsfeier wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Zustand um 1967


Zustand um 1980


Zustand 2011


Plan


Abrissarbeiten im März 2012


Alter Bruch im Kreuz Monreal


Das Werk ist im Werden


Zustand Anfang April 2012




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