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12. Mai 2010

Archäologische Exkursion

Geschichtsverein in Andernach auf dem ehemaligen Gelände Weissheimer. Fotos Gert Fröhlich.

Die alljährliche Frühjahrsexkursion führte den Plaidter Geschichtsverein am 8. Mai mit etwa 40 Personen nach Andernach, zur Grabungsstelle auf dem Gelände der früheren Mälzerei Weissheimer. Grabungsleiter Frank Brüninghaus führte fachkundig durch die mehr als 2000-jährige Geschichte Andernachs und gab Einblicke in den aktuellen Stand der archäologischen Arbeiten. Seit dem Abriss der Fabrik erleben die Archäologen der Generaldirektion Kulturelles Erbe aus Koblenz jeden Tag neue Überraschungen bei ihren Ausgrabungen. So habe man inzwischen die Reste einer 35 Meter breiten und etwa 40 Meter langen römischen Bäderanlage, Teile der ersten Stadtmauer sowie eine Kapelle aus dem 9. Jahrhundert freigelegt. Zu den Funden gehören auch insgesamt 750 römische Münzen, die sich bestens datieren lassen. Besonders hob der Grabungsleiter die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Andernach und dem historischen Verein hervor. Sein großer Wunsch sei es übrigens, in den noch verbleibenden zwei Jahren Grabungszeit einen römischen Mosaikboden freilegen zu können. Areale des Geländes, die bis dahin nicht mehr erforscht werden können, müssen dann leider späteren Ausgrabungen überlassen werden.

Die Besuchergruppe


Gruppe mit Grabungsleiter Frank Brüninghaus


Erklärungen an einer freigelegten Treppe


Neue Fragen tun sich auf


Interessante Mauer aus fischgratähnlichem Muster aus dem späten 4. Jahrhundert. Die Säule ist etwa 1000 Jahre jünger.


Übersicht der Grabung in Richtung Osten mit der Thermenanlage


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