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04. Dezember 2008

Vorstand tritt komplett wieder an

Sechste Mitgliederversammlung des Plaidter Geschichtsvereins erfolgreich verlaufen

1. Vorsitzender Frank Neupert, 1. Geschäftsführer Wolfgang Horch und Bürgermeister Wilhelm Anheier im Hotel Geromont, freuen sich über die sechste Ausgabe der Plaidter Blätter

Auch unsere Mitglieder warteten gespannt auf den neuen Band

Mitgliederversammlung des Plaidter Geschichtsvereins wählt einstimmig Vorstand

Trotz des schlechten Wetters waren rund 50 Mitglieder der Einladung zur Jahreshauptversammlung im „Hotel Geromont“ gefolgt. Nach dem Gedenken an die Verstorbenen Walter Geromont und Käthe Luy ging es zügig durch die Tagesordnung. Kassenprüfer Karl-Heinz Scheuren bestätigte dem Kassierer Peter Thewalt eine ordnungsgemäße Arbeit. Er und der Vorstand wurden einstimmig von der Versammlung entlastet. Alfred Pickenhahn hatte als Wahleiter ein leichtes Amt. Nachdem im Vorfeld der gesamte Vorstand einer Wiederwahl zugestimmt hatte und keine weitere Kandidatur aus dem Kreis der anwesenden Mitglieder kam, konnte die Wahl per Akklamation durchgeführt werden. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Frank Neupert, 2. Vorsitzende Dr. Maria Zaar-Görgens, 1. Geschäftsführer Wolfgang Horch, 2. Geschäftsführer Gert Fröhlich, 1. Kassierer Peter Thewald, 2. Kassierer Elmar Weinand; Beisitzer: Berni Cornet, Bodo Geromont, Klaus Marzi, Rainer Müller und Erwin Unger.
Geschäftsführer Wolfgang Horch berichtete ausführlich über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres. Am 7. Juli fand der „Montags-Stammtisch“ in der Grillhütte im Park statt. Mehr als 20 Leute kamen zu diesem gemütlichen Grillabend. Der Stammtisch am 6. Oktober war ein französischer Abend im „Gasthaus zur Krone“. Circa 30 Personen folgten der Einladung und konnten französisches Ambiente bei Zwiebelkuchen, Käse, Baguette und Federweißem genießen. Für die nötige Kurzweil sorgten der 1996 von einem französischen Team gedrehte Film „Katzengold“ und Bilder vom Fest der Vereine 2005 in Morangis.
Den Frühjahrsvortrag hielt Dr. Lutz Grunwald vom Forschungsbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) Mayen am 14. März im Foyer der Hummerichhalle über die Geschichte der Luftbildarchäologie im Raum Mayen-Koblenz. Immerhin besuchten diese Veranstaltung des Geschichtsvereins rund 100 Personen.
Dieser Vortrag ist in der neuen Ausgabe der „Plaidter Blätter“ abgedruckt. Es ist nunmehr schon der sechste Jahrgang der Anfang Dezember in den Verkauf kommt.
Einige Mitglieder des Vorstands waren auch für andere Institutionen tätig. So zählen Frank Neupert und Maria Zaar-Görgens zu den Autoren der Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Verbandsgemeinde Pellenz. Wolfgang Horch referierte bei einigen Gelegenheiten über die Plaidter Unterwelt und die Wegekreuze. Die Familienforscher Karl-Heinz Scheuren, Klaus Marzi und Peter Thewald erarbeiten derzeit ein neues Familienbuch für Miesenheim.
Die Frühjahrsexkursion führte den Verein auf das Burgerhaus. Bei der Wanderung dorthin gab es für die Teilnehmer zunächst die neuesten Erkenntnisse über das Hochkreuz in der Alten Andernacher Straße, bevor Frank Neupert im Gehöft des Burgerhauses über die Verbrechen aus dem Jahr 1946 referierte, bei dem neun Menschen erschossen wurden.
Am 25. Oktober ging die Herbstexkursion zum Schloss Bürresheim. Die insgesamt 75 Teilnehmer wurden in zwei Gruppen durch das Schloss geführt. Der kleine Ausflug bestätigte einmal mehr, dass man gar nicht weit fahren muss, um sich kulturelle Höhepunkte unserer Heimat anzusehen.
Die Erhaltung von Kunst- und Kulturdenkmäler ist eines der vorrangigsten Ziele des Plaidter Geschichtsvereins. Auf Anregung des Vereins brachte die Ortsgemeinde an drei Kreuzwegstationen, die aus reinem Tuff bestehen, zum Schutz vor eindringendem Wasser Blechdächer an. Das Wegekreuz „Krein Hilger“ am Fraukircher Weg zeigte starke Witterungsschäden. Es wurde abmontiert, im Verlauf des Winters restauriert und am 23. April 2008 auf einem soliden Betonsockel neu aufgerichtet.
Das „Schinkenkreuz“, das seit etlichen Jahren verloren ist, konnte nach einer Skizze aus dem Jahr 1964 rekonstruiert werden. Vor wenigen Tagen wurde es dort wieder aufgestellt, wo es hingehört: auf dem Burgerberg. Das Wegekreuz am Hochkreuz in der Alten Andernacher Straße ist von Farbresten gereinigt und jetzt wieder gut erkennbar. Die Schäfte der Wegekreuze am Apollinaris wurden zur Erforschung der Texte Anfang des Jahres freigelegt. Im Frühjahr wurde die vergessene Zisterne unterhalb der Burg Wernerseck gesucht und gefunden. Der Heimatverein Ochtendung wird sich um die weitere Erforschung kümmern.
Im Vereinsarchiv steht mittlerweile ein PC-Arbeitsplatz. Die Software ist installiert und wir sind dabei, uns in ein Archivprogramm, das auch beim Landeshauptarchiv Koblenz im Einsatz ist, einzuarbeiten. Die Sammlung der Zeitungsausschnitte von Paul und Karl Nachtsheim steht nun ordentlich und vor allem in chronologischer Reihe in 26 Ordnern, die jedem zur Einsicht offen stehen.
Im Weinberg am Kollert hat das Team um Berni Cornet die Hälfte der stark pflegebedürftigen Kerner-Stöcke ausgerissen und gegen recht resistente Rebstöcke getauscht. Es ist ein „Pinotin“, eine rote Neuzüchtung aus der Schweiz. Es besteht Hoffnung, dass es in zwei oder drei Jahren einen naturnahen „Roten“ in Plaidt geben wird. Der Ertrag des restlichen Kerners war in diesem Jahr ausgezeichnet, so dass im Frühjahr mit dem dritten Jahrgang des „Kollerter Adenhell“ gerechnet werden kann.
2008 stieg die Zahl der Mitglieder über 400. Derzeit sind es 413. Das jüngste ist Jonathan Wilkes mit nicht ganz einem Jahr und das älteste Mitglied ist Gertrud Sicken mit 87 Jahren.
Der alte und neue Vorsitzende bedankte sich beim gesamten Vorstand für die gute Arbeit im vergangenen Jahr und gab einen Ausblick auf 2009. Ein Schwerpunkt wird wohl die Verbesserung der Situation am Kreuzungspunk Fraukircher Straße und Wankelburgsweg am „Apollinaris-Bildstock“ und den Wegekreuzen rechts und links werden. Im Eifler Loch soll der kleine Weinberg mit einem niedrigen Gitter wegen den ständigen Schäden eingezäunt werden. Gleichzeitig wird mittig eine einfache Treppe angelegt, um besser zu den Rebstöcken zu gelangen. Eine Erklärungstafel wird auf die Weinbautradition in Plaidt hinweisen. Für den siebten Band der „Plaidter Blätter“ gibt es schon jetzt genügend Themen, geschrieben werden müssen sie aber noch, die Beiträge. Exkursionen werden im Frühjahr nach Bassenheim und im Herbst nach Oberwesel gehen. Am 20. März wird Dr. Walter Rummel in Foyer der Hummerichhalle einen Vortrag über die „Preußen im Rheinland“ halten.
Nach der eigentlichen Mitgliederversammlung hielt Wolfgang Horch einen Vortrag über die Plaidter Wegekreuze. Zum Schluss bekamen die anwesenden Mitglieder den sehnlich erwarteten sechsten Band der „Plaidter Blätter“.

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